Männliche Jugendliche: Sexualität und Aufklärung
Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit für Burschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft
 


Authors: Gabriele Schmied, Christine Reidl

Vienna 2008
Policy Brief May 2008

12 pages

In den letzten Jahren ist in Österreich ein Anstieg an Erkrankungen an Hepatitis, Syphilis und Gonorrhoe festzustellen, während die Zahl der HIV-Neuinfektionen relativ stabil bleibt. Bei der Häufigkeit von Teenager-Schwangerschaften liegt Österreich im Vergleich zu anderen OECD-Ländern im Mittelfeld. Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit richtet sich vor allem an Jugendliche, um diesen rechtzeitig Wissen und Verhaltensweisen zum Schutz vor Infektionen und ungewollter Schwangerschaft verfügbar zu machen. Untersuchungen zeigen jedoch, dass herkömmliche Angebote in diesem Bereich Burschen und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten oft nicht oder nur unzureichend ansprechen, obgleich sie stärker zu sexuellem Risikoverhalten neigen.

Eine Studie des Europäischen Zentrums, die 2006/2007 durchgeführt wurde, zeigt anhand von Interviews mit ExpertInnen und männlichen Jugendlichen auf, welche Herausforderungen in der Arbeit mit Burschen existieren, welche Erfahrungen diese mit Sexualaufklärung haben, was sie sich in dieser Hinsicht wünschen und wie sie mit einschlägigen Angeboten am besten angesprochen werden können. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass sozial benachteiligte Jugendliche und Migranten früher als andere Sexualkontakte haben und über weniger Informationsressourcen verfügen. Daher sollten für diese Jugendlichen gender- und kultursensible Angebote ausgebaut werden.


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Männliche Jugendliche: Sexualität und Aufklärung
pdf, 714 KB, 2008-05-30